Gewahrsein als wichtiger Bestandteil der Therapie

Die gestalttherapeutische Methode definiert die Entwicklung und Verfeinerung der Bewusstheit. Diese Bewusstheit wird im therapeutischen Bereich auch Gewahrsein (engl. „awareness“) genannt. Der Begriff „Gewahrsein“ benennt alle gerade vorhandenen Emotionen und Verhaltensmuster des Klienten. Durch die Bewusstheit soll er in die Lage versetzt werden, die Hürden, die ihn daran hindern, sinnvoll mit seiner Umwelt zu agieren zu erkennen, zu erleben und zu überwinden. Hierbei soll auch die Wahrnehmung und Reaktivierung emotionaler Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Gewahrsein, bzw. Bewusstheit kann sowohl eine gezielte Form der Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit sein als auch eine unbewusste, aktive innere Haltung. Sie kann sich auf alle Phänomene des Erlebens und des Wahrnehmens beziehen.

Ist dieser Schritt vollzogen, folgt das wichtigste Arbeitsprinzip der Gestalttherapie: Die Hier-Und-Jetzt-Arbeit. Hier steht die aktuelle Situation im Fokus von Klient und Therapeut. Das Hier und Jetzt wird als „entscheidender Ort der Veränderungen“ betrachtet. Auch wird der Blick in die Vergangenheit als Erinnerung oder in die Zukunft als Planung zum Bestandteil der Therapie. Die Förderung des Gewahrseins erfolgt u.a. durch den Einsatz von Übungen, Experimente oder durch den direkten Austausch zwischen Therapeut und Klient.

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