Die Gestalttherapie

Die Gestalttherapie ist ein aus vielen unterschiedlichen Quellen entstandenes Theoriegebilde. So daß nur einige Wenige, aber für die gestalttherapeutische Theorie, Bedeutsame aufgeführt werden können.

Von der Psychoanalyse der Begründer Fritz und Lore Perls, denn Diese waren ursprünglich Psychoanalytiker über Gestaltpsychologie z.b der Feldtheorie über den Existentialismus, der Phänomenologie, fernöstliche Betrachtungsweisen bis zum amerikanischen Pragmatismus und Literatur u.v.m.

Die Dialogische Haltung

Die dialogische Haltung ist für die Gestalttherapie von großer Bedeutung.

Sie geht auf den Religionsphilosophen Martin Buber zurück, der die Haltung des Therapeuten im Dialog definiert. Der Mensch wird durch den Dialog verändert und lernt durch das Du Ich zu sagen und sich zu erkennen. In Anbetracht der aktuellen Situation und Problematik des Klienten sieht sich der Therapeut als partnerschaftlicher Begleiter und nicht als Bestimmer oder Zielsetzer.

Eine gemeinsame Reflektion gehört ebenfalls zur dialogischen Haltung, wie ein wertfreies Wahrnehmen.

Die feldtheoretische Perspektive

Die feldtheoretische Perspektive stellt einen wichtigen Hintergrund der Gestalttherapie dar und ist durch den Gestaltpsychologen Kurt Lewin begründet.

Inhalt der feldtheoretischen Betrachtungsweise ist die Abhängigkeit des jeweiligen Verhaltens eines Menschen vom gesamten Feld, also die Summe aller gegebenen Einflüsse. Zu einem solchen Feld gehört auch derjenige der es beobachtet.

Mit der feldtheoretischen Perspektive wird auch oft die Systemtheorie genannt, da sie ähnliche Inhalte vertritt.

Die Phänomenologie

Hier muß der Therapeut für eine optimale Ausgangssituation sorgen. Das heißt, er muss alle Vorannahmen, Mutmaßungen, Vorahnungen und Erwartungen gegenüber dem Klienten zurückstellen, damit er unvoreingenommen und mit objektiven Sinnen sich der Untersuchung stellen kann. Spekulationen oder voreingenommene Interpretationen sind unangebracht. Hier soll der Fokus ausschließlich auf dem offensichtlich Wahrnehmbaren liegen. Auch unterstützt der Therapeut den Klienten bei der ganzheitlichen Wahrnehmung und regt ihn an, dem Prozess aufmerksam zu folgen, um dann von Moment zu Moment gezielt innezuhalten. So lernt der Klient durch die eigene Erfahrung, daß Achtsamkeit und die Bewusstwerdung besonders heilsam sein kann.

Die existenzialistische Perspektive

Die Gestalttherapie hat ihre Wurzeln in der Existenzphilosophie. Die Existenzphilosophie, wie sie von der Gestalttherapie aufgenommen und verarbeitet worden ist, konzentriert sich darauf, daß Existenz das Ursprüngliche sei.

Nach dem Philosophen Sartre geht im Menschen die Existenz der Essenz voraus. Die existentialistische Perspektive, die Betrachtungsweise des Seins des Klienten. Hier steht die Weltanschauung und Bedeutungszuschreibung des Klienten im Vordergrund. Hier werden die Verantwortlichkeiten, beim Leben und sich Entscheiden, betrachtet.

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